Labor Lernkultur

Labor Lernkultur

(Review)

 
Start des Hochwaldgymnasiums in das Projekt „Labor Lernkultur“ 2010

 „Eine gute Schule ist eine Schule, die besser werden will.“
Das Hochwaldgymnasium (HWG) ist eine Schule, die stetig nach Weiterentwicklung strebt. Diese Schule versteht die Teilnahme am Projekt „Labor Lernkultur“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung als Chance Bewährtes weiterzuentwickeln und Neues zu erproben, um mit Mut und Kreativität eine neue Lernkultur an der Schule zu etablieren. Im Zentrum der Lernkultur steht immer der Schüler, der als Individuum in der Gemeinschaft Verantwortung für seinen eigenen Lernprozess übernehmen soll. Hierbei wird er vom Lehrer begleitet.
Das HWG nahm am Projekt „Labor Lernkultur“ mit der Ganztagsklasse 5a und deren multiprofessionellem Team bestehend aus der Klassenlehrerin Andrea Zimmermann, der Pädagogin der Freiwilligen Ganztagsschule Nicole Lauer und allen Fachlehrern der 5a, mit besonderer organisatorischer Einbindung der Lehrer Katja Kwasniewski und Albert Räsch, teil. Die Prozessbegleitung im Projekt erfolgte durch Melanie Helm, der Leiterin der Serviceagentur „Ganztägig lernen.“ des Saarlandes. Das Projekt „Labor Lernkultur“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung verfolgt hierbei einen Ansatz der Qualitätsentwicklung von Lernkultur sowohl durch guten Unterricht als auch gute Beratung. Hierfür hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Ganztagsschulen aus allen Bundesländern eingeladen, mit der Begleitung der Serviceagenturen vor Ort geeignete Konzepte zur individuellen Förderung zu entwickeln, mit Partnerschulen zu kooperieren und im Netzwerk mit allen Erfahrungen auszutauschen und Ergebnisse zu dokumentieren.

 
Der Weg des HWGs im Projekt „Labor Lernkultur“ zur neuen Lernkultur
„Afrika Akawaba!“
Auf der Metaebene wurde mit Hilfe von Teamtagen, moderiert von Melanie Helm (Serviceagentur „Ganztägig lernen.“, Saarland), und regelmäßigen Teambesprechungen im Klein- und Großteam der Fachlehrer der 5a ein Unterrichtskonzept zur Weiterentwicklung der Lernkultur für die Ganztagsklasse 5a entworfen. Hierbei entwickelte das Team ein Konzept mit der Methode des Projektunterrichts, die es ermöglichte, Einzelprojekte zu verschiedenen lehrplanrelevanten Inhalten im Kontext des zeitaktuellen Themas der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika fächerübergreifend in einem ganzheitlichen Großprojekt „Südafrika und die Fußball- Weltmeisterschaft 2010 – Projektorientierte Auseinandersetzung mit der Lernkultur einer Ganztagsklasse – am Hochwald- gymnasium (Wadern), Klasse 5a“ zu vereinen. Der Projektunterricht wurde von vier Grundpfeilern der pädagogisch- didaktischen Arbeit geleitet, die sich aus den anfangs formulierten Zielvereinbarungen des HWGs im Projekt „Labor Lernkultur“ ergaben.
Getragen wurden diese Ziele des Projektes vom „neuen“ Rollenverständnis des Lehrers als Lernberater, der den Schüler befähigen soll, sein Lernen selbst zu organisieren. So soll der Schüler nicht nur eigenverantwortlich und selbstständig lernen, sondern auch über seinen Lernprozess und die erbrachte Leistung im Projektunterricht reflektieren können. 
Die fächerverbindende Vernetzung der Einzelprojekte im Kontext des aktuellen Ereignisses der Fußball WM in Südafrika 2010 unter Einbindung von Lehrplan relevanten Lerninhalten verband verschiedene Lerngegenstände in den Bereichen Ernährung, Darstellendes Spiel und Mini- WM.
Die genauen Projekte können sie der Mind Map zum Afrika- Projekt der 5a des HWG entnehmen. Diese können Sie hier einsehen.
Ein wichtiger Aspekt der Einzelprojekte war der interkulturelle Einblick in der direkten Erfahrungsumgebung der Schüler. So wurde z.B. in Biologie und Mathematik der Nährstoffgehalt von afrikanischen Nahrungsmitteln ermittelt, die zuvor beim Projektstart am 22. und 23. Februar 2010 in der Ganztagsklasse verkostet wurden.
 
Der feierliche Abschluss des Projektes: Zeit, Erfolge zu feiern und Neues zu planen…

 „Von Anfang bis zum jetzigen Zeitpunkt kann man eine riesige Entwicklung feststellen.“ (Andrea Zimmermann, Klassenlehrerin der 5a)

 
Alle Einzelprojekte arbeiteten auf ein gemeinsames Ziel, nämlich die sportliche Abschlussveranstaltung des Afrika- Projektes, eine eigene Fußball- Mini- WM, hin.
Diese Veranstaltung fand am 30. Juli 2010 auf dem Sportplatz des HWGs in Wadern statt. Veranstalter dieser WM war die 5a, die die Organisation der Spiele, das Unterhaltungsprogramm in Form von Cheerleadern und der Performance des „Der Feuervogel“ und die Verpflegung eigenständig und eigenverantwortlich für alle Klassenstufen 5- 8 durchführte. Und was die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklasse 5a des Hochwaldgymnasiums dort auf die Beine gestellt hatten, stand außer Konkurrenz. Das gemeinsame Ziel der Organisation der Mini- WM und die fächerübergreifenden Lerninhalte in den Einzelprojekten zu Südafrika und der WM 2010 haben das Selbstbewusstsein aller Kinder gestärkt, wie Eltern bestätigten. Die Lernerfolge hatte jeder Schüler in seinem Lerntagebuch notiert, so können die individuellen Fortschritte und die erbrachte Leistung im Projekt von allen noch einmal reflektiert werden. Die Reflektion über das Projekt und dessen Abschluss-veranstaltung begann schon vor Ort nach dem alle Fußballer und ihre Fans den Platz verlassen hatten. Im Kleinteam reflektierte Melanie Helm (SAG) mit der
Klassenlehrerin Andrea Zimmermann, den Fachlehrern der 5a Katja Kwasnieswski und Hans Kleer, sowie der Erzieherin der Freiwilligen Ganztagsschule Nicole Lauer über die erreichten Projektziele. Über das Erreichte können alle Beteiligten stolz sein. Alle sind an und in diesem Afrika- Projekt gewachsen und so hat diese neue Lernkultur nicht nur Spuren bei den Schülern hinterlassen. Auch die Lehrer sind über die dort möglichen Lernentwicklungen und das tolle Gemeinschaftsgefühl, welches diese Abschlussveranstaltung wunderbar symbolisiert hat, begeistert und sie wollen weitermachen.